Seewiesenfest 2008

[ Band - Seewiesenfest 2008 ] Juhu Festivalzeit. So sagt man, ich war bis vor letztem Samstag noch auf keinem, aber das Seewiesenfest war schon die Reise nach Klein Reifling ins Ennstal wert. Es wird laut wikipedia vom FRIKULUM („unabhängige Initiative für Frieden, Kultur und Umwelt“) veranstaltet, von dem ich auf dem ganzen Festival nie auch nur ein Plakat oder T-Shirt gesehen hätte. Überhaupt scheint man mit Werbung/Marketing nicht allzuviel am Hut zu haben: lediglich ein kleines Schild mit der Aufschrift "Seewiesenfest" wies die Besucher bei der letzten Kurve darauf hin. Auf fm4 wurde es aber relativ gut beworben, sodass geschätzte 1000 Leute aufkreuzten.

Das Lineup schaut für die meisten relativ unspektakulär aus, jedoch bietet es, zumindest für mich, einige Schmankerl die ich mir für den Preis von 17€ nicht entgehen lassen wollte:

Das sind die Bands, wegen denen ich hingefahren bin, 2 davon mag ich auch jetzt noch gerne, welche verrate ich gleich :-). Leider wurden die Auftritte im Hauptzelt durch eher mäßige Tontechnik etwas verhundst, einige schirche Rückkopplungen und Übersteuerung der Lautsprecher gabs da schon (und nicht nur wärend der Soundchecks). Den Sinn, warum man 2 Zelte aufgebaut hatte war mich auch net wirlich klar: im kleinen gabs einen Gedichtwettbewerb zwischen den Acts im Hauptzelt, der locker entweder gleich im Hauptzelt selbst oder OpenAir stattfinden hätte können.

Neigungsgruppe

Soap&Skin, der erste "wirkliche" Akt des Tages, nachdem Law Found Guilt enthusiastisch, aber vergeblich die Leute ins Zelt spielen wollten, war eher enttäuschend. Ich kannte bisher nur "Spirakle", das einem auch auf ihrer Myspace-Site sofort entgegenschallt, und da dürfte man wohl noch einiges am Computer nachgeholfen haben dass das so klingt, denn auf der Bühne verfehlte sie gar viele Töne teils schmerzlich. Moment, sagen jetzt vielleicht einige, sie WILL ja mit ihren Liedern Schmerz ausdrücken. Whatever, mir war der qualitative Unterschied des Studioalbums zum Liveauftritt einfach zu groß.

Gustav

Mintzkov, die Band aus Belgien war eigentlich ganz gut, nur nicht wirklich außergewöhnlich. Jedoch waren sie die einzigen, die man nach dem Auftritt persönlich ausserhalb des Backstage-Bereichs treffen konnte, was bei so einem kleinen Festival eigentlich schon drin sein sollte.

Gustav, mein Hauptgrund auf das Seewiesenfest zu kommen! Die Frau kann singen + sie war die einzige, die eine nette Bühnenshow bot. Also net nur vornestehn und Rocken so wie Minskov, sondern ah a bissl action! Wiki sagt "Pop mit elektronischen Einflüssen", ich sage super Sängerin die dich mit ihrem Laptop zu hypnotisieren vermag. thumbs up

der See

Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune eine Ausnahmeband die Spaß daran hat, englischen alternative Pop auf deutsch zu übersetzen und nachzusingen. Ein Paradebeispiel ist ihr "G'fickt für immer" in Anlehnung an "Fuck Forever" von den Babyshambles. Warum die nur im Nebenzelt waren, ist mir ein Rätsel.

Insgesamt wars wirlich nett am Seewiesenfest, auch wenn ich nix vom "See" ghabt hab, der neben dem Festivalgelände war, ungefähr 10cm tief war und gefühlte 5 Grad hatte.